Warum werden Wahlen im Fernsehen entschieden?

06 02 2009

Die Kraft des bewegten Bildes und die Präsenz der Politiker spielt hier eine Rolle. Auch heute ist der größte Einflussfaktor auf das Wahlverhalten jedoch die soziale Herkunft der Wähler und ist damit relativ stabil. Rege wurde hierzu bei einer Abendveranstaltung des „Politisches Forum Ruhr e.V.“ unter obigem Titel am 4.2.2009 in Essen diskutiert. Prof. Dr. Matthias Kepplinger, Kommunikationswissenschaftler aus Mainz, stellte zahlreiche aktuelle empirische Ergebnisse u.a. zum Einfluss der Spitzenkandidaten und zur Rolle von Fernsehdebatten vor. Tiefergehende Informationen erhält der politisch interessierte Bürger übrigens weiterhin insbesondere auch über Qualitätszeitungen (oder deren Onlineableger). Das Fernsehen kann dies bei komplexen politischen Themen nur bedingt leisten. Der Zeitungskonsum sinkt seit Jahren aber bekanntlich kontinuierlich (vgl. ARD/ZDF-Langzeitstudie Massenkommunikation 2005). Die breite Masse des Wahlvolks wird auf absehbare Zeit deshalb noch über den Kanal Fernsehen erreicht.

Es darf aber keineswegs das deutlich veränderte Mediennutzungsverhalten der jungen Menschen (und auch zahlreicherer Älterer) außer Acht gelassen werden. Die tägliche PC-Nutzung der 14 bis 29-Jährigen lag im Jahr 2008 mit 123 Minuten schon recht nah an den 147 Minuten Fernsehkonsum dieser Altersgruppe. Nur ein (!) Jahr zuvor war die Differenz zwischen 103 bzw. 151 Minuten täglichen Durchschnittkonsums noch wesentlich deutlicher (vgl. ma 2008 II). Die zunehmende Abwanderung der Mediennutzer in „das Internet“ wird hier offensichtlich. Ganz unterschiedliche Dienste im Internet werden eine wachsende Rolle spielen und müssen entsprechend differenziert betrachtet werden: Onlinezeitungen (wie netzeitung.de), Web-TV (wie europarltv.europa.eu), Podcasts (wie swr3.de/podcast/timtom.html), Soziale Netzwerke (wie facebook.com), Blogs (wie internetundpolitik.wordpress.com) und nicht zuletzt Microblogs (wie twitter.com). In naher Zukunft werden Wahlen deshalb wenn nicht im Internet entschieden, dann zumindest beeinflusst. Die Mitwirkung im politischen Leben wird für den einzelnen Bürger im Internet und dessen zahlreichen Diensten einfacher.

Netzeitung
Web-TV des Europaparlaments
Website von Prof. Dr. Kepplinger
Blog von Dr. Christoph Bieber
Podcast Tim fragt Tom

Nächster Multimediatreff XXIV »Web that works!«

18 10 2008

Die 4 goldenen Regeln erfolgreicher Webpräsenzen

"Beim kommenden Multimediatreff möchten wir Euch die 4 goldenen Regeln erfolgreicher Webpräsenzen näher bringen, die da wären; Konzeption, Design, Projektmanagement & Marketing. Wie erstelle ich ein zielgruppengerechtes Konzept für eine Website? Worauf muss ich beim gestalten eines Corporate Designs achten? Wie optimiere ich die Arbeitsabläufe in meinem Team und mit dem Kunden? Und wie mache ich die Website im WWW schnell und effizient bekannt? All diese Fragen werden die Referenten, Experten aus größeren Werbe- und Internetagenturen, beantworten."

Multimediatreff

Der 24. Multimediatreff findet am 29. November 2008 ab 11 Uhr in den Räumen der Verlagsgruppe Handelsblatt in Düsseldorf statt. Auch gehören Gespräche am Rande, Socialsing und Networking sowie die legendäre Pizza-Schlacht zum Programm.


Termintipp: 7. Webmontag in Düsseldorf am 13.10.

12 09 2008
Schon lange kein Geheimtipp mehr und deshalb umso mehr interessant für Menschen, die sich für Vorgänge rund um das Thema Internet/WWW/Web2.0 interessieren ist der Webmontag.

Was ist der Webmontag?
Web Montag ist ein informelles, nicht-kommerzielles, dezentral organisiertes Treffen, das zum Ziel hat, all diejenigen miteinander zu verbinden, die die Zukunft des Internet gestalten. […]
Treffen finden mittlerweile in mehr als 30 Städten überall in Deutschland, in Österreich, Schweden, Silicon Valley sowie auf Second Life statt. […]

Alle, die mit Web 2.0 und benachbarten Themen zu tun haben und interessiert daran sind, ihr Wissen zu teilen und sich miteinander auszutauschen, sind herzlich willkommen.

Quelle: http://www.webmontag.de/web_montag

Weitere Informationen zum Webmontag in Düsseldorf, der dieses Mal am 13.10.2008 um 19 Uhr im Barco in Düsseldorf stattfindet, gibt es im Webmontag-Wiki:http://www.webmontag.de/location/duesseldorf/index


Den Terminhinweis hab ich im Blog von Tim gefunden.


Linktipp: Netzwertig.com - Innovationszyklen und Web-Zwo-Null

02 07 2008

Im Rahmen meiner Thesis beschäftige ich mich mit der mobilen Internetnutzung und sozialen Netzwerken. Dabei stoße ich immer wieder auf interessante Blogs und Artikel.

Martin Weigert, einer der Autoren bei netzwertig.com beschreibt in seinem Betrag zu Innovationszyklen in sozialen Netzwerken und Web-2-Null-Startups, wie diese ihre Existenzberechtigung durch große soziale Netzwerke wie Facebook oder Myspace verlieren. Er begründet dies damit, dass gerade die große Netzwerke durch die Vielzahl der dort beschäftigen Programmierer in der Lage sind gute Ideen sehr schnell nachzubauen und in ihre eigenes System zu übernehmen. Anfügen könnte man auch noch, dass damit vor allem die Floprate für große Netzwerke verringert wird - nur Dienste, die die User wirklich interessieren schaffen den Sprung in das Netzwerk, alle anderen kleine und wenig beliebte Dienste bleiben außen vor.

"Was könnte also geschehen: Jungunternehmer, Business Angels und Kapitalgeber könnten (oder sollten) sich verstärkt auf Angebote konzentrieren, die nicht so leicht von den führenden Social-Web-Diensten nachgeahmt werden könnten."

fasst Weigert zusammen. Nur bleibt mir dann die Frage - wie soll das gehen? Jede programmierte Idee lässt sich mit entsprechendem Aufwand neu programmieren und gerade die Großen haben die Möglichkeiten auch mehr Aufwand zu betreiben eine Idee zu kopieren.


Flexibel bleiben: 23. Multimediatreff Frameworks & CMS

22 06 2008
Flexibel bleiben war das Motto des 23. Multimediatreff, der an diesem Samstag im Kölner Mediapark durchgeführt wurde.


Die Themen des Tages drehten sich dabei rund um Frameworks und Content Management Systeme. Angie Radke führt im ersten Vortrag in die Möglichkeiten von Joomla! 1.5 und Barrierefreiheit ein. Dabei stellte sich heraus, dass Joomla! 1.5 noch nicht die Möglichkeiten ausgewachsener CMSe biete wie Caching und die Userverwaltung. Gute Entscheidung damals dieses CMS nicht als Basis für die Fachbereichs Website einzusetzen. Hierfür nutzen wir TYPO3, das Kai Laborenz von Sunbeam-Berlin mit dem Fokus auf standardkonforme Websites vorstellte. U.a. zeigte er auf, wie man auch Teile des Redaktionssystems für Menschen mit geringem oder ohne Sehvermögen verfügbar machen kann. Sehr interessant und hilfreich waren auch seine Code-Beispiele und Typoscript-Schnippsel, um dem von TYPO3 erzeugten HTML-Code standardkonformität beizubringen.

Im ditten Vortrag gab Carsten Möhrke einen kurzweiligen Überblick und Vergleich der aktuellen PHP-Frameworks, die allerdings etwas von seiner Erfahrung als IT-Berater gefärbt waren und vor allem die Performancenachteile von Frameworks in den Vordergrund rückten. Wo man sich darüber streiten kann, ob es nicht besser oder zumindest billiger ist in zusätzliche Hardware zu investieren, als viel Geld in zusätzliche Optimierung der Performance.

Einen Einblick in Ruby on Rails gab Kaan Karaca in seinem Vortrag Einstieg in Ruby on Rails, der aber eher als schwach zu bezeichnen ist und keine Kill-Funktionen aufzeigte, die RuR von anderen Frameworks signifikant unterscheidet. Der Einstieg in CakePHP mit Timo Derstappen war dann von der Qualität des Vortrag wieder besser - Timo zeigte u.a. an einem Beispiel, wie man relativ einfach CakePHP installieren und schnell erste Ergebnisse sehen kann. Den Vortrag über den Einstieg in Zend Framework mit Carsten Möhrke haben wir leider verpasst, da wir wieder zurück nach Düsseldorf mussten, um pünktlich zum Fussball wieder da zu sein.

Als Fazit kann man den Veranstaltern ein dickes Lob ausprechen, die Vorträge und Vortragenden waren insgesamt von guter Qualität und auch die schon legendäre Pizza-Schlacht war wieder sehr sehr lecker.

Diese Art von Veranstaltungen mit ihrem relativ geringen Teilnahmebeitrag von 35 Euro sind sicher auch für angehende Multimedia-ManagerInnen zu empfehlen, um mal einen Blick über den eigenen Horizont hinaus zu wagen und neue Perspektiven in den Kopf zu bekommen. Flexibel bleiben ist das Motto.



Kommunikationstheorie goes IT

17 05 2008
Im laufenden Sommersemester 2008 haben die Studentinnen und Studenten im zweiten Semester des Bachelors „Kommunikations- und Multimediamanagement“ gleich zwei Veranstaltungen bei mir: „Grundlagen der Kommunikationstheorie“ und „Grundlagen des Informationsmanagements“. Klingt beides irgendwie sehr Grundlagen-lastig.

Was hat das aber mit diesem Wortschaft-Blog des Fachbereichs Wirtschaft zu tun?

Nun… Um selber erste technische Erfahrungen im Umgang mit einem Blog-Backend (in unserem Fall Serendipity) zu sammeln (= Grundlagen des Informationsmanagements), sollen die Studierenden in den kommenden Wochen ihre jeweiligen Themen aus der Kommunikationsveranstaltung (=
Grundlagen der Kommunikationstheorie) in diesem Blog-Frontend vorstellen.

Die studentischen Themen reichen übrigens von der „Psychologischen Theorie zwischenmenschlicher Kommunikation nach Schulz von Thun“ bis zu „Chatgroups im internationalen Vergleich“. In den Blog-Einträgen werden die Studierenden ihre jeweiligen Präsentationen (das Ergebnis oder auch den Weg dorthin) kurz und bündig zusammenfassen. Ihre Texte sollen seriös und sachlich, aber durchaus unterhaltsam sein.

Ich wünsche uns allen spannende Informationen und eine angeregte Diskussion an der Schnittstelle von Kommunikationsmanagement und Multimediamanagement.

Sven Pagel


Blogs für die Wissenschaft




Imagefilm online und neue Startseite

07 05 2008
Der Fachbereich Wirtschaft präsentiert sich jetzt auch mit einem interaktiven Imagefilm. In diesem Zusammenhang haben wir auch die Startseite des Fachbereichs und die Seite Aktuelles überarbeitet, damit die Besucher schneller an die gewünschten Informationen herankommen. Weitere Modernisierungen stehen schon auf unserer to-do-Liste - ihr dürft gespannt sein, was noch kommt.

Upcoming: Webmontag und Multimediatreff

31 03 2008
Zwei interessante Termine stehen für nächsten Zeit an, die besonders für Studierende im Bereich Wirtschaftsinformatik, sowie Kommunikation und Multimedia interessant sind:


Webmontag

Web Montag ist ein informelles, nicht-kommerzielles, dezentral organisiertes Treffen, das zum Ziel hat, all diejenigen miteinander zu verbinden, die die Zukunft des Internet gestalten.[...]


FAQ zum Webmontag, was ist das eigentlich?!

Nächster Termin: 21.04.2008 - ab 19:00 Uhr / Im barco Charlottenstraße 51, 40210 Düsseldorf

Webmontag in Düsseldorf


Multimediatreff

Das Motto heißt »Flexibel bleiben!« und rufen damit alle Web-Designer und -Entwickler auf einmal über den Tellerrand hinwegzuschauen und zusammen mit den Web-Experten die aktuellen Technologien unter die Lupe zu nehmen.[...]


Nächster Termin: Samstag, 21. Juni 2008
Thema: Frameworks & CMS
Wo: Köln / MediaPark / KOMED

Mutlimediatreff in Köln




Jobben neben der Uni

15 01 2008

Ganz ehrlich Sven, ich habe sogar sehr viel Bock auf Arbeiten. Aber ich muss sagen, dass ich ohne die Uni auf so spannende Berufsfelder wie beispielsweise Web2.0 und besonders Second Life (worüber ich ja auch gemeinsam mit der METRO Group meine Thesis geschrieben habe) nicht gekommen wäre. Was es alles neues im Marketing gibt - auch der ganze Games-Sektor - super spannend. Und wo nicht wenn an der Uni kann man mit diesen neuen Tools spielen, sie kennenlernen und neben Bafög (was man auch als verheiratete Mutter bekommt - lach) auch ein bisschen in der Praxis ausprobieren.

Also, Appell an alle: Macht Jobs neben der Uni... und zwar genau da, wo ihr Lust habt und wo ihr später arbeiten wollt. Diese Kontakte sind glänzendes Gold wert!

Jutta